Nachts im Frischezentrum – pt. 2

Nachts im Frischezentrum – pt. 2

Hier nun endlich Teil 2 meiner Frischezentrum Serie.

Es ist schon wieder eine gefühlte Ewigkeit her, als ich im letzten Oktober nachts mit Stefan auf dem Großmarkt war. Durch meinen nicht zu stoppenden Eifer Durch eine kleine Erinnerung von Stefan komme ich nun auch mal aus den Puschen und bringe den zweiten Teil online. Wäre auch zu schade um die Bilder, wenn ich sie auf meinen Festplatten verkümmern lassen würde.

Sobald die Ware kommissioniert ist, wird sie auf Rollwagen in LKWs verladen, um sie anschließend durch die Nacht zu fahren. Während ich das bunte Treiben mit meiner Kamera im Anschlag beobachte wird mir immer wieder bewusst, dass extrem viele meiner als selbstverständlich erachteten Güter im täglichen Leben, ein Anfangsdasein im Geheimen hinter sich haben. Bis die Banane letztendlich morgens in meinem Müsli landen kann, hat sie meist eine Weltreise hinter sich. Mir war schon lange klar, dass die gelbe Frucht nicht in Nachbars Garten wächst, allerdings fasziniert es mich immer wieder, wenn ich Teile des eigentlichen Weges neu entdecken kann.

 

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Zwischendurch nehme ich dann auf der Ladefläche eines der vielen, kleinen Transporter Platz und werde durch die riesigen Hallen gefahren, um bestellte Waren abzuholen. Im oben eingefügten Soundclip hört man zuerst den Moment der Beschleunigung des kleinen Elektrofahrzeugs und dann das typische Klacken der Lenkung. Gesteuert wird dieses teuflisch leise Gefährt nämlich mit den beiden Stangen am vorderen Ende, während der Fahrer in Fahrtrichtung vorne auf einem kleinen Trittbrett steht.

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In Mitten der unzähligen Farben und Gerüche fällt mir dann eine Kiste mit einem besonderen Logo ins Auge. Diana, eine Marke aus dem gehobeneren Preissegment, hat ihren Namen dem auf dem Logo abgebildeten Schäferhund zu verdanken, wie mir Stefan erklärt. Auch eine Möglichkeit die Namensfindung für Produkte zu gestalten.
Sind alle Produkte auf die LKWs geladen, heißt es für mich weiterziehen. Nämlich mit in die Fahrerkabine des LKWs. Ab hier sind wir nur noch zu zweit unterwegs und ich erfahre viel über den Arbeitsalltag während der Nachtschicht. Bemerkenswert ist auch hier wieder die durch und durch positive Einstellung gegenüber dem Job und dem Arbeitgeber. Lindners scheinen einiges richtig zu machen.
Um kurz vor fünf machen wir uns dann auf den Weg, mit einer langen Liste von Kunden die beliefert werden wollen. Hierzu gehören Großküchen, Kantinen, Restaurants und jeder sonst, der irgendwie Lebensmittel verarbeitet. Kaffee sei Dank sind mir bis hierher auch noch nicht die Augen zugefallen. Für die nächsten Bilder empfehle ich den Vollbildmodus und die folgende Audiodatei als Begleitung.

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Den für mich letzten Kunden erreichen wir um kurz nach sieben. Die Tour ist hier noch lange nicht vorbei, aber für mich endet die Nacht um 7.30 Uhr. Ich mache mich gemeinsam mit einigen Pendlern auf den Weg zur S-Bahn und sehe zu, wie die Welt langsam ins Rollen kommt während ich definitiv reif für eine angemessene Mütze Schlaf bin. Im Gepäck habe ich zu diesem Zeitpunkt einen Haufen Bilder, ein paar Audioaufzeichnungen und tausend neue Eindrücke von einem Job, den wohl nur Wenige machen wollen würden. Danke nochmal an Lindners und die Jungs und Mädels der Nachtschicht fürs Erklären und Rumführen.
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ps: Das letzte Foto habe ich offensichtlich nicht selbstgemacht ;).

 

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